Datenausführungsverhinderung: Häufig gestellte Fragen

Hier erhalten Sie Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zur Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention, DEP).

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Was ist die Datenausführungsverhinderung?

Die Datenausführungsverhinderung ist ein Sicherheitsfeature, das den Computer vor Schäden durch Viren und andere Sicherheitsrisiken schützt. Hierbei werden Programme überwacht, um die sichere Verwendung des Systemspeichers durch die betreffenden Programme sicherzustellen. Wenn ein Programm versucht, Code aus dem Speicher auf unzulässige Weise auszuführen, wird das Programm durch die Datenausführungsverhinderung geschlossen.

Welche Programme werden durch die Datenausführungsverhinderung überwacht?

Die Datenausführungsverhinderung überwacht automatisch die wichtigsten Windows-Programme und -Dienste. Sie können den Schutz verbessern, indem Sie alle Programme durch die Datenausführungsverhinderung überwachen lassen. Wenn Sie den Schutz durch die Datenausführungsverhinderung erhöhen möchten, lesen Sie die Informationen unter Ändern der Einstellungen für die Datenausführungsverhinderung.

Ist es sicher, ein von der Datenausführungsverhinderung geschlossenes Programm erneut auszuführen?

Ja, aber nur dann, wenn die Datenausführungsverhinderung für dieses Programm aktiviert bleibt. Windows kann weiterhin Versuche zum Ausführen von Code aus geschützten Speicherbereichen erkennen und zum Verhindern von Angriffen beitragen.

Ist mein Computer einem Angriff ausgesetzt, wenn die Datenausführungsverhinderung ein bestimmtes Programm immer wieder schließt?

Wenn Sie die empfohlenen Sicherheitseinstellungen verwenden und das Antivirusprogramm keine Bedrohung erkannt hat, wird der Computer möglicherweise nicht angegriffen. In diesem Fall kann das Programm mit aktivierter Datenausführungsverhinderung möglicherweise nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden. Überprüfen Sie, ob eine mit der Datenausführungsverhinderung kompatible Version des Programms oder ein Update des Softwareherausgebers verfügbar ist, bevor Sie Einstellungen für die Datenausführungsverhinderung ändern.

Wie kann ich verhindern, dass die Datenausführungsverhinderung ein vertrauenswürdiges Programm schließt?

Besuchen Sie zunächst die Website des Softwareherausgebers, um herauszufinden, ob eine mit der Datenausführungsverhinderung kompatible Version des Programms zur Verfügung steht. Falls der Herausgeber der Software keine aktualisierte, mit der Datenausführungsverhinderung kompatible Programmversion veröffentlicht hat, können Sie die Datenausführungsverhinderung für das geschlossene Programm deaktivieren. Das Programm kann dann verwendet werden, ist jedoch möglicherweise für Angriffe anfällig, die sich auf andere Programme und Dateien ausbreiten könnten.

Wenn Sie die Datenausführungsverhinderung für ein Programm deaktivieren, sollten Sie häufig überprüfen, ob eine aktualisierte Version des Programms verfügbar ist. Nachdem Sie das Programm ggf. aktualisiert haben, sollten Sie die Datenausführungsverhinderung wieder aktivieren. Informationen zum Deaktivieren der Datenausführungsverhinderung für ein Programm finden Sie unter Ändern der Einstellungen für die Datenausführungsverhinderung.

Was muss ich tun, wenn die Datenausführungsverhinderung ein Programm schließt, das Bestandteil von Windows ist, z. B. svchost.exe oder explorer.exe?

Die Programme svchost.exe und explorer.exe gehören zum Windows-Betriebssystem. Wenn diese oder andere Windows-Dienste von der Datenausführungsverhinderung geschlossen werden, könnte dieses Problem durch kleinere Programme verursacht worden sein, z. B. Erweiterungen, die von anderen Softwareherausgebern entwickelt werden und innerhalb von Windows ausgeführt werden. Falls Sie in letzter Zeit ein Programm installiert haben und feststellen, dass Windows-basierte Programme von der Datenausführungsverhinderung geschlossen werden, wenden Sie sich an den betreffenden Softwareherausgeber, um eine aktualisierte, mit der Datenausführungsverhinderung kompatible Version zu erhalten, oder deinstallieren Sie das betreffende Programm.

Ist der Computer auch dann geschützt, wenn in den Einstellungen für die Datenausführungsverhinderung angezeigt wird, dass der Prozessor des Computers keine hardwarebasierte Datenausführungsverhinderung unterstützt?

Ja. Die Datenausführungsverhinderung ist ein softwarebasiertes Feature von Windows. Manche Computerprozessoren verfügen ebenfalls über eine hardwarebasierte Datenausführungsverhinderung, die verschiedene Bezeichnungen haben kann. Diese Prozessoren verwenden Hardwaretechnologie, um zu verhindern, dass Programme Code in geschützten Speicherbereichen ausführen. Wenn Ihr Prozessor keine hardwarebasierte Datenausführungsverhinderung unterstützt, verwendet Windows die softwarebasierte Datenausführungsverhinderung zum Schutz des Computers.