In den Medien wurde schon viel über die Benutzerkontensteuerung (UAC) berichtet. Sie haben vielleicht gehört, dass es sehr störend ist, wenn die UAC-Dialogfelder beim Installieren von Software oder Ändern von Systemeinstellungen ständig angezeigt werden, dass die UAC Vorgänge verlangsamt oder dass die UAC gar nicht erforderlich ist. Es stimmt, dass die UAC Ihre Geduld auf die Probe stellen kann, wenn Sie erstmals damit in Berührung kommen. Sie erfordert einen anderen Umgang mit dem Computer, und es kann einige Zeit dauern, bis Sie sich daran gewöhnt haben. Ich verwende die UAC jetzt schon seit Monaten und empfinde sie überhaupt nicht als störend. Ich nehme das gelegentliche Klicken auf eine Eingabeaufforderung gern in Kauf, wenn ich dadurch die Gewissheit habe, dass bösartige Software nicht ohne mein Wissen auf meinem Computer installiert werden kann.
Als Nächstes werde ich mit einigen der häufigsten Mythen in Bezug auf die UAC aufräumen.
Mythos: Ständig werden Dialogfelder angezeigt.
Realität: Wie oft Ihre Zustimmung angefordert wird, hängt tatsächlich davon ab, welche Aufgabe Sie ausführen. Bei der Erstkonfiguration des Computers werden normalerweise eine ganze Reihe von UAC-Dialogfeld-Eingabeaufforderungen angezeigt insbesondere wenn Sie viele Programme installieren oder zahlreiche Einstellungen unter Windows Vista anpassen. Mit der Zeit, wenn Sie den Computer für alltägliche Aufgaben einsetzen, werden Sie feststellen, dass der "Störfaktor" erheblich reduziert wird. Ihre Zustimmung wird nur noch angefordert, wenn Sie Änderungen am Computer vornehmen, die sich auf alle Benutzer auswirken, z. B. Installieren von Software oder Ändern von globalen Einstellungen. Nicht alle angezeigten Eingabeaufforderungen sind auf die UAC zurückzuführen. Die in anderen Programmen wie Internet Explorer integrierten Sicherheitsfunktionen zeigen auch Eingabeaufforderungen an, wenn versucht wird, Dateien herunterzuladen oder ein Objekt auf einer Webseite zu öffnen, das ein anderes als das derzeit verwendete Programm erfordert. Im Titel des Dialogfelds wird die Quelle der Eingabeaufforderung angezeigt. Wenn es sich um eine UAC-Eingabeaufforderung handelt, wird im Titel des Dialogfelds "Benutzerkontensteuerung" angezeigt.
Mythos: Die UAC übernimmt die Kontrolle über meinen Computer.
Realität: Genau das Gegenteil ist der Fall: Die UAC informiert Sie über alle am Computer vorgenommenen Änderungen auch über die nicht von Ihnen initiierten Änderungen und lässt Sie entscheiden, ob Sie die Änderungen zulassen möchten. Dies kann etwas lästig sein, wenn Sie die Änderung (z. B. eine Softwareinstallation) selbst initiieren und dann gefragt werden, ob Sie den Vorgang fortsetzen möchten. Andererseits kann die UAC Ihnen aber auch viel Ärger ersparen, denn sie verhindert, dass böswillige oder unerwünschte Software sich selbst auf dem Computer installiert. Wenn Sie am Computer als Administrator angemeldet sind, verfügen Sie unter Windows Vista über die gleichen Berechtigungen wie unter Windows XP. Sie können weiterhin Programme installieren und Änderungen am Computer vornehmen. Der Unterschied besteht darin, dass ohne Ihre Zustimmung keine Programme installiert oder Änderungen vorgenommen werden können.
Mythos: Die UAC verlangsamt Vorgänge.
Realität: Es trifft zu, dass bestimmte Aktionen durch die UAC-Eingabeaufforderung jetzt einen weiteren Schritt umfassen. Dies ist aber nur ein kleines Opfer, das erbracht werden muss, um die Installation unerwünschter Software auf dem Computer effizienter verhindern zu können. Überlegen Sie, wie aufwändig das Bereinigen des Computers ist, wenn eine unerwünschte Software installiert wurde. Oder schlimmer noch, wie viel Zeit und Daten verloren gehen können, wenn der Computer mit einem Virus infiziert wird. Als Standardbenutzer können Sie unter Windows Vista effizienter arbeiten als unter Windows XP, da Sie sich nicht mehr abmelden und als Administrator anmelden müssen, wenn für eine bestimmte Aufgabe Administratorrechte erforderlich sind. Sie müssen einfach nur einen Benutzernamen und ein Kennwort in das UAC-Dialogfeld eingeben, und können den Vorgang dann fortsetzen.
Mythos: Die UAC schadet meinem Computer, und Programme können nicht ausgeführt werden.
Realität: Bei neueren Programmen oder Programmen, die für Windows Vista aktualisiert wurden, sollte beim Start des Installationsvorgangs die UAC-Dialogfeld-Eingabeaufforderung angezeigt werden. Bei der Installation einiger älterer Programme wird Ihre Zustimmung ggf. nicht angefordert. Sie können diese Programme dennoch ausführen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Setupdatei klicken und dann auf Ausführen als Administrator klicken. Verwenden Sie dieses Verfahren, wenn Sie ein Programm ausführen möchten, das anscheinend nicht funktioniert.
Mythos: Die UAC ist nicht erforderlich, da auf meinem Computer bereits Sicherheitssoftware installiert ist.
Realität: Das Verwenden eines Antivirusprogramms, einer Firewall und Antimalwaresoftware sind ein wichtiger Beitrag zum Schützen des Computers und der Daten. Die UAC bietet jedoch einen Schutz, den diese Programme nicht gewährleisten können: den Schutz vor böswilliger und unbekannter oder unerwünschter Software. Obwohl ich unter Windows XP ein Antivirusprogramm und Antispywaresoftware installiert hatte, habe ich mir trotzdem diese lästigen Symbolleisten und eine Art von Virus eingehandelt. Keines dieser Programme bietet absoluten Schutz. Daher weist Sie die UAC auf jede Software hin, die auf dem Computer installiert werden soll.