Kontrolle zum Schutz Ihrer Kinder

Verwenden der Jugendschutzsoftware

Von Greg Holden

Früher wusste ich genau, was meine Kinder am Computer gemacht haben, denn ich habe es mit Ihnen zusammen gemacht. Meine beiden Töchter haben Ihre Computer zu Weihnachten bekommen, und wir haben den Rest der Weihnachtsferien damit verbracht, gemeinsam Onlinespiele zu spielen.

Diese Zeiten sind vorbei. Wenn ich heute in Sichtweite ihrer Computer komme, werden die Bildschirme vermutlich auf mysteriöse Weise leer, und sie sehen wieder in ihre Bücher.

Der Computer meiner jüngsten Tochter steht in der Nähe meines Arbeitszimmers, deshalb kann ich manchmal sehen oder hören, was sie online macht (zumindest bilde ich es mir ein). Meine älteste Tochter ist gerade auf die Highschool gekommen und lebt in ihrer ganz eigenen Welt. Ich bekomme lediglich Hinweise darauf, was sich hinter ihrer geschlossenen Tür abspielt, wenn ich laute Musik höre. Ihren Computer sehe ich nur, wenn ich ihre Fische füttere oder, etwa ähnlich häufig, wenn sie mich bei einem Computerproblem um Hilfe bittet.

Festlegen von Grenzen mit den Jugendschutzeinstellungen

Teenager verbringen die meiste Zeit am Computer online. Es gehört zu den Pflichten der Eltern, sie dabei zu schützen. Ich habe mir Sorgen über die Gefahren gemacht, denen meine Kinder im Internet begegnen. Dabei geht es um Websites, die versuchen, Schadsoftware zu installieren, aber auch um Websites mit jugendgefährdenden Inhalten, auf die aber leicht, wenn auch versehentlich, zugegriffen werden kann.

Leider ist es so, dass mehr Kontrolle bei Kindern dazu führt, dass sie Ihnen immer mehr aus dem Weg gehen. Als ich mit meiner 15-jährigen Tochter über Software sprach, mit denen Eltern die Computeraktivitäten ihrer Kinder überwachen können, hat sie eingesehen, dass viele Kinder eine solche Überwachung benötigen. Sie hat aber nicht gesagt, dass sie für sich selbst diesen Bedarf sieht.

"Wenn es funktionieren würde und die Kinder die Software nicht umgehen könnten, wäre es eine gute Idee", sagte sie.

Sogar diese halbherzige Aussage hat mir ausgereicht. Ich habe die Jugendschutzfunktion auf dem gemeinsam genutzten Computer aktiviert, der in unserem Familienzimmer steht. Zunächst habe ich der Verwendung dieses Computers durch meine Kinder einige Grenzen gesetzt.

Windows-Jugendschutz Das Aktivieren von Jugendschutz in Windows ist eine gute Methode, die Kontrolle zu erweitern.
Hinweis

Hinweis

Die Jugendschutzfunktion ist in allen Editionen von Windows 7 enthalten.

Ich habe festgestellt, dass der Jugendschutz erstaunlich leicht konfiguriert werden kann. Indem ich separate Benutzerkonten eingerichtet haben, konnte ich die Jugendschutzeinstellungen genau auf jede meiner Töchter zuschneiden. Für die 13-jährige habe ich den Zugriff auf Instant Messaging-Programme eingeschränkt. Für die 15-jährige habe ich den Zugriff auf Spiele mit allen Bewertungen bis Teen zugelassen.

Neuerdings bleiben meine Töchter häufig länger auf als ich. Ich habe den Jugendschutz also so eingerichtet, dass der Computer nach Mitternacht gesperrt ist. "Die Zeitbeschränkung stört mich nicht, da ich nicht mehr so viel am Computer sitze", sagt meine 15-jährige Tochter.

Beim Einrichten der Zeiten, in denen der Computer nicht verwendet werden darf, habe ich damals zunächst die Zeit von Mitternacht bis 8:00 Uhr festgelegt. Ich hielt es für unwahrscheinlich, dass sie schon vor dem Frühstück im Internet surfen. Da lag ich falsch und musste mir Folgendes anhören: "Papa, ich muss noch meine Hausaufgaben machen, bevor ich zur Schule gehe."

"Hättest du deine Hausaufgaben nicht gestern machen sollen?"

"Papa!" So habe ich gelernt, dass ich die Sperrzeiten besser ändern und mich nicht in Diskussionen verstricken lassen sollte.

Tabelle mit Zeitbeschränkungen des Windows-JugendschutzesAuch wenn sie nicht schlafen, weiß ich, dass meine Töchter den gemeinsam genutzten Computer in den frühen Morgenstunden nicht verwenden können.

Websiteüberwachung: "Vertraust du mir nicht?"

Wenn Ihre Kinder, wie meine auch, häufig Windows Live Messenger und Windows Live Hotmail verwenden, stellt Windows Live Family Safety eine passende Lösung dar.

Family Safety ist eine Kombination aus Software, die Sie auf Ihrem Computer installieren, und einem Onlinedienst, der mit Ihrem Webbrowser verwendet wird. Sie können damit bestimmte Websites blockieren und zulassen sowie Aktivitätsberichte anzeigen, um die Aktivitäten Ihrer Kinder nachzuverfolgen. Mit Family Safety können Sie festlegen, mit welchen Personen Ihre Kinder über Messenger und Hotmail Kontakt aufnehmen können.

Das Vorhaben, Family Safety auf den Computern meiner Kinder zu installieren, stieß auf beträchtlichen Widerstand, insbesondere als sie erfuhren, dass ich damit Websites blockieren und ihre Onlineaktivitäten überwachen kann.

"Das klingt wirklich unheimlich", meinte meine 13-jährige Tochter. "Vertraust du mir nicht?"

Ich habe ihr erklärt, dass sie mit Family Safety Websites nicht besuchen kann, auf denen jugendgefährdende Inhalte oder andere, für sie ungeeignete Dinge dargestellt werden. Ihre Frage, wie ich die nicht geeigneten Websites ermitteln wollte, kam für mich nicht überraschend. Zum Glück treffe nicht nur ich die Entscheidung. Family Safety beinhaltet einen Inhaltsfilter, mit dem Websites nach von mir festgelegten Kategorien blockiert oder zugelassen werden können. Beispielsweise kann ich alle Websites blockieren, deren Inhalte als jugendgefährdend klassifiziert sind. Wenn meine Töchter eine blockierte Website besuchen möchten, können Sie mir eine Nachricht senden, um mich um Erlaubnis zu bitten. Diese Erlaubnis kann ich über jeden Computer im Web und sogar über mein Mobiltelefon geben oder verweigern.

Bildschirm für die Bitte um Erlaubnis in Family Safety Kinder können ihre Eltern um die Erlaubnis bitten, eine blockierte Website besuchen zu dürfen.

Als ich Family Safety installiert habe, habe ich meinen Töchtern erklärt, warum ich es für wichtig hielt, das System einzurichten. Ich habe es ihnen nicht einfach aufgezwungen. Wir haben besprochen, welche Aktivitäten und Websites erlaubt werden sollen. Beispielsweise haben wir uns darauf geeinigt, dass einige der Spielewebsites, die sie am liebsten nutzen, ausdrücklich zugelassen werden. Ich habe sie auch darauf hingewiesen, dass ihre Onlineaktivitäten im Aktivitätsbericht aufgezeichnet werden. Dazu habe ich aber schnell ergänzt, dass ich ihnen selbstverständlich vertraue und die Berichte nur gelegentlich prüfen werde.

Aktivitätsbericht in Family Safety Möglicherweise benötigen Sie die Aktivitätsberichte gar nicht. Bei Bedenken ist es aber gut zu wissen, dass es Aufzeichnungen über die Internetnutzung Ihrer Kinder gibt.

Was ich über meine Kinder gelernt habe

Meine Töchter würden es zwar nie zugeben, ich denke aber, dass sie aufgrund der Überwachungsfunktionen des Jugendschutzes und von Family Safety beruhigt sind. Außerdem wissen sie, dass es immer einen Verhandlungsspielraum gibt. Wie so viele andere Aspekte in der Beziehung zwischen Kindern und Eltern fordert auch die Computernutzung Kompromissbereitschaft. Zudem habe ich durch diese Programme etwas über meine Töchter gelernt. Ich wusste schon, dass sie intelligent und wundervoll sind. Nun weiß ich auch, dass sie mit ein wenig Kontrolle einverstanden sind, zumindest, wenn die Überwachungssysteme gemeinsam eingerichtet und immer wieder besprochen werden.

Informationen zum Autor

Kolumnist Greg Holden

Greg Holden hat über 35 Bücher zu Computerthemen wie Sicherheit und Onlinebusiness geschrieben. Als freiberuflicher Autor verfasst er außerdem Artikel zu Themen aus den Bereichen Technologie und Erziehung. Er lebt mit seinen zwei Töchtern in Chicago im US-Bundesstaat Illinois.



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