Teenager verbringen die meiste Zeit am Computer online. Es gehört zu den Pflichten der Eltern, sie dabei zu schützen. Ich habe mir Sorgen über die Gefahren gemacht, denen meine Kinder im Internet begegnen. Dabei geht es um Websites, die versuchen, Schadsoftware zu installieren, aber auch um Websites mit jugendgefährdenden Inhalten, auf die aber leicht, wenn auch versehentlich, zugegriffen werden kann.
Leider ist es so, dass mehr Kontrolle bei Kindern dazu führt, dass sie Ihnen immer mehr aus dem Weg gehen. Als ich mit meiner 15-jährigen Tochter über Software sprach, mit denen Eltern die Computeraktivitäten ihrer Kinder überwachen können, hat sie eingesehen, dass viele Kinder eine solche Überwachung benötigen. Sie hat aber nicht gesagt, dass sie für sich selbst diesen Bedarf sieht.
"Wenn es funktionieren würde und die Kinder die Software nicht umgehen könnten, wäre es eine gute Idee", sagte sie.
Sogar diese halbherzige Aussage hat mir ausgereicht. Ich habe die Jugendschutzfunktion auf dem gemeinsam genutzten Computer aktiviert, der in unserem Familienzimmer steht. Zunächst habe ich der Verwendung dieses Computers durch meine Kinder einige Grenzen gesetzt.
Das Aktivieren von Jugendschutz in Windows ist eine gute Methode, die Kontrolle zu erweitern.
Hinweis
Die Jugendschutzfunktion ist in allen Editionen von Windows 7 enthalten.
Ich habe festgestellt, dass der Jugendschutz erstaunlich leicht konfiguriert werden kann. Indem ich separate Benutzerkonten eingerichtet haben, konnte ich die Jugendschutzeinstellungen genau auf jede meiner Töchter zuschneiden. Für die 13-jährige habe ich den Zugriff auf Instant Messaging-Programme eingeschränkt. Für die 15-jährige habe ich den Zugriff auf Spiele mit allen Bewertungen bis Teen zugelassen.
Neuerdings bleiben meine Töchter häufig länger auf als ich. Ich habe den Jugendschutz also so eingerichtet, dass der Computer nach Mitternacht gesperrt ist. "Die Zeitbeschränkung stört mich nicht, da ich nicht mehr so viel am Computer sitze", sagt meine 15-jährige Tochter.
Beim Einrichten der Zeiten, in denen der Computer nicht verwendet werden darf, habe ich damals zunächst die Zeit von Mitternacht bis 8:00 Uhr festgelegt. Ich hielt es für unwahrscheinlich, dass sie schon vor dem Frühstück im Internet surfen. Da lag ich falsch und musste mir Folgendes anhören: "Papa, ich muss noch meine Hausaufgaben machen, bevor ich zur Schule gehe."
"Hättest du deine Hausaufgaben nicht gestern machen sollen?"
"Papa!" So habe ich gelernt, dass ich die Sperrzeiten besser ändern und mich nicht in Diskussionen verstricken lassen sollte.
Auch wenn sie nicht schlafen, weiß ich, dass meine Töchter den gemeinsam genutzten Computer in den frühen Morgenstunden nicht verwenden können.