Wenn Sie eine Verbindung mit dem Internet herstellen, anderen Personen die Verwendung Ihres Computers erlauben oder Dateien freigeben, sollten Sie bestimmte Vorkehrungen treffen, um den Computer vor Schäden zu schützen. Weshalb? Weil sich Computerkriminelle (so genannte Hacker) darauf spezialisiert haben, die Computer anderer Personen anzugreifen. Diese Hacker greifen direkt an, indem sie über das Internet in Ihren Computer einbrechen oder persönliche Informationen stehlen, oder indirekt, indem sie Schadsoftware erstellen, die Ihrem Computer schaden soll.

Glücklicherweise können Sie sich anhand einiger einfacher Vorsichtsmaßnahmen schützen. In diesem Artikel werden die Bedrohungen und die möglichen Abwehrmaßnahmen beschrieben.

Schützen des Computers

Es ist möglich, den Computer vor potenziellen Bedrohungen zu schützen:

  • Firewall. Eine Firewall schützt den Computer vor dem Zugriff durch Hacker oder Schadsoftware.

  • Virenschutz. Antivirensoftware schützt den Computer vor Viren, Würmern und anderen Sicherheitsbedrohungen.

  • Spywareschutz und Schutz vor anderer Schadsoftware. Antispywareprogramme können den Computer vor Spyware und anderer potenziell unerwünschter Software schützen.

  • Windows Update. Mit Windows können Sie regelmäßig überprüfen, ob Updates für den Computer verfügbar sind, und diese automatisch installieren.

Verwalten von Sicherheitseinstellungen mit dem Wartungscenter

Das Wartungscenter ist ein zentraler Ort zum Überwachen und Verwalten von Firewalleinstellungen, Windows Update, Einstellungen für Antischadsoftware, die Internetsicherheit und Einstellungen für die Benutzerkontensteuerung. Im Wartungscenter werden außerdem Einstellungen für die Computerwartung überwacht und Links zu Problembehandlungen und anderen Tools bereitgestellt, die Ihnen bei der Beseitigung von Problemen helfen können. Weitere Informationen zum Wartungscenter finden Sie unter Wie wird im Wartungscenter nach Problemen gesucht?

Verwenden einer Firewall

Eine Firewall ist eine Software oder Hardware, die die aus dem Internet oder einem Netzwerk eingehenden Daten überprüft und dann entsprechend den Firewalleinstellungen zurückweist oder zum Computer passieren lässt. Auf diese Weise kann eine Firewall dazu beitragen, dass sich Hacker und Schadsoftware keinen Zugriff auf den Computer verschaffen können.

Die Windows-Firewall ist in Windows integriert und automatisch aktiviert.

Funktionsweise einer Firewall
Funktionsweise einer Firewall

Wenn Sie ein Programm ausführen, z. B. ein Instant Messaging-Programm oder ein Multiplayer-Netzwerkspiel, das auf den Empfang von Daten aus dem Internet oder einem Netzwerk angewiesen ist, werden Sie von der Firewall gefragt, ob die Verbindung gesperrt bleiben oder die Sperrung aufgehoben (d. h. die Verbindung zugelassen) werden soll. Wenn Sie die Sperrung der Verbindung aufheben, wird durch die Windows-Firewall eine Ausnahme erzeugt, sodass Sie in Zukunft nicht mehr von der Firewall darauf hingewiesen werden, dass dieses Programm Daten empfangen muss.

Weitere Informationen finden Sie unter Firewall: Häufig gestellte Fragen.

Verwenden eines Virenschutz

Viren, Würmer und Trojanische Pferde sind von Hackern entwickelte Programme, die das Internet nutzen, um ungenügend geschützte Computer zu infizieren. Viren und Würmer können sich selbst von Computer zu Computer replizieren, während Trojaner in das Innere eines Computers vordringen, indem sie sich in einem scheinbar legitimen Programm wie einem Bildschirmschoner verbergen. Zerstörerische Viren, Würmer und Trojaner können Informationen von der Festplatte löschen oder den Computer vollständig lahmlegen. Andere Bedrohungen verursachen keine direkten Schäden, beeinträchtigen aber die Leistung und Stabilität des Computers.

Durch Antivirenprogramme werden E-Mails und andere Dateien auf dem Computer nach Viren, Würmern und trojanischen Pferden durchsucht. Entdeckt die Antivirensoftware Viren, Würmer oder Trojanische Pferde, isoliert es sie entweder oder löscht sie komplett, bevor sie Schäden am Computer und an Dateien anrichten können.

Windows verfügt nicht über eine integrierte Antivirensoftware, möglicherweise wurde jedoch vom Computerhersteller ein solches Programm installiert. Ist dies nicht der Fall, sind viele verschiedene Antivirenprogramme verfügbar. Microsoft stellt Microsoft Security Essentials bereit, ein kostenloses Antivirenprogramm, das Sie auf der Microsoft Security Essentials-Website herunterladen können. Sie können außerdem die Website der Anbieter von Sicherheitssoftware für Windows 7 besuchen, um nach einem Antivirenprogramm eines Drittanbieters zu suchen.

Da täglich neue Viren identifiziert werden, ist es wichtig, ein Antivirenprogramm mit automatischer Updatefunktion zu verwenden. Beim Aktualisieren des Programms werden der Liste zu suchender Viren neue Virendefinitionen hinzugefügt, um den Computer vor neuen Angriffen besser zu schützen. Wenn Ihre Virenliste veraltet ist, macht dies den Computer anfällig für neue Bedrohungen. Für Updates wird meistens eine jährliche Abonnementgebühr verlangt. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Abonnement stets aktuell ist, damit Sie regelmäßig Updates erhalten.

Achtung

  • Wenn Sie keine Antivirensoftware verwenden, setzen Sie Ihren Computer der Gefahr einer Beschädigung durch Schadsoftware aus. Zudem laufen Sie Gefahr, Viren an andere Computer zu übertragen.

Verwenden eines Spywareschutz

Spyware ist Software, die Werbung anzeigt, Informationen über Sie erfasst oder Einstellungen auf dem Computer ändert – und das normalerweise ohne Ihr Einverständnis einzuholen. Durch Spyware können z. B. unerwünschte Symbolleisten, Links oder Favoriten im Webbrowser installiert, die Standardhomepage geändert oder Popupwerbung in großer Zahl angezeigt werden. Für einige Spywareprogramme gibt es keine erkennbaren Symptome, sie sammeln jedoch heimlich persönliche Informationen, z. B. die von Ihnen besuchten Websites oder eingegebenen Text. Die meiste Spyware wird durch heruntergeladene kostenlose Software installiert, in manchen Fällen führt jedoch bereits ein einfacher Websitebesuch zu einer Spywareinfektion.

Verwenden Sie ein Antispywareprogramm, um Ihren Computer vor Spyware zu schützen. Diese Version von Windows verfügt über ein integriertes Antispywareprogramm namens Windows Defender, das in der Standardeinstellung aktiviert ist. Windows Defender warnt Sie, wenn Spyware versucht, sich selbst auf dem Computer zu installieren. Das Programm kann den Computer auch nach vorhandener Spyware durchsuchen und diese dann entfernen.

Da täglich neue Spyware auftaucht, muss Windows Defender regelmäßig aktualisiert werden, um die neuesten Spywarebedrohungen erkennen und beseitigen zu können. Windows Defender wird bei Bedarf aktualisiert, wenn Sie Windows aktualisieren. Konfigurieren Sie Windows zur automatischen Installation von Updates (siehe unten), um maximalen Schutz zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Windows Defender.

Automatische Aktualisierung von Windows

Microsoft bietet regelmäßig wichtige Updates für Windows an, die zum Schutz des Computers vor den neuesten Viren und anderen Sicherheitsbedrohungen beitragen können. Um sicherzustellen, dass Sie diese Updates so schnell wie möglich erhalten, sollten Sie automatische Updates aktivieren. Auf diese Weise müssen Sie sich nicht um kritische Patches für Windows kümmern, die möglicherweise auf Ihrem Computer fehlen.

Updates werden im Hintergrund heruntergeladen, wenn Sie mit dem Internet verbunden sind. Die Updates werden um 3:00 Uhr morgens installiert, sofern Sie keine andere Zeit festlegen. Wenn Sie den Computer vorher ausschalten, können Sie die Updates vor dem Herunterfahren installieren. Andernfalls installiert Windows die Updates beim nächsten Start des Computers.

So aktivieren Sie automatische Updates

  1. Öffnen Sie Windows Update, indem Sie auf die Schaltfläche StartSchaltfläche "Start" klicken. Geben Sie im Suchfeld den Text Update ein, und klicken Sie anschließend in der Ergebnisliste auf Windows Update.

  2. Klicken Sie auf Einstellungen ändern.

  3. Stellen Sie sicher, dass Updates automatisch installieren (empfohlen) ausgewählt ist.

    Windows installiert automatisch alle wichtigen Updates für Ihren Computer, sobald diese verfügbar sind. Wichtige Updates bieten erhebliche Vorteile, z. B. mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit.

  4. Stellen Sie sicher, dass unter Empfohlene Updates das Kontrollkästchen Empfohlene Updates auf die gleiche Weise wie wichtige Updates bereitstellen aktiviert ist, und klicken Sie auf OK.

    Durch empfohlene Updates können nicht kritische Probleme beseitigt werden, und sie tragen dazu bei, die Computerfunktionalität zu verbessern. Administratorberechtigung erforderlich Wenn Sie aufgefordert werden, ein Administratorkennwort oder eine Bestätigung einzugeben, geben Sie das Kennwort bzw. die Bestätigung ein.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu automatischen Windows-Updates.

Installieren der aktuellen Version des Webbrowsers und Sicherstellen, dass er stets auf aktuellem Stand ist

Zwei der besten Möglichkeiten, um online Probleme zu vermeiden, bestehen darin, die jeweils aktuelle Version des Webbrowsers zu verwenden und den Browser auf aktuellem Stand zu halten. In den meisten Fällen enthält die aktuelle Version eines Webbrowsers Sicherheitspatches und neue Features, um den Computer und Ihre Privatsphäre online zu schützen.

Außerdem stellen viele Webbrowser regelmäßig Sicherheitsupdates bereits. Stellen Sie also sicher, Browserupdates zu installieren, sobald diese verfügbar sind.

Wenn Sie Internet Explorer verwenden, können Sie Browserupdates automatisch über Windows Update abrufen. Wenn Ihr Computer nicht so eingerichtet ist, dass Updates automatisch empfangen werden, können Sie diese Updates manuell mithilfe von Internet Explorer anfordern. Klicken Sie auf die Schaltfläche Sicherheit und dann auf Windows Update. Befolgen Sie dann die Anweisungen auf dem Bildschirm, um eine Überprüfung auf Updates auszuführen.

Aktivieren der Sicherheitsfeatures des Browsers

Viele Webbrowser sind mit Sicherheitsfeatures ausgestattet, dank derer Sie sich im Web sicher bewegen können. Sie sollten daher die in dem von Ihnen verwendeten Browser verfügbaren Sicherheitsfeatures auf jeden Fall aktivieren.

Wenn Sie Internet Explorer verwenden, stehen Ihnen u. a. diese Sicherheitsfeatures zur Verfügung:

  • Der SmartScreen-Filter, der Sie vor Phishingangriffen, Betrug und gefälschten oder böswilligen Websites schützen kann. Weitere Informationen finden Sie unter SmartScreen-Filter: Häufig gestellte Fragen.

  • Die Domänenhervorhebung, durch die Sie die tatsächlichen Webadressen der besuchten Websites besser erkennen können. Diese Feature hilft Ihnen, betrügerische Websites oder Phishingwebsites zu meiden, bei denen in betrügerischer Absicht irreführende Webadressen verwendet werden. Die tatsächlich besuchte Domäne wird in der Adressleiste hervorgehoben.

  • Die Funktion "Add-Ons verwalten", mit der Sie Webbrowser-Add-Ons deaktivieren bzw. aktivieren und unerwünschte ActiveX-Steuerelemente löschen können. Weitere Informationen finden Sie unter Wie wirken sich Browser-Add-Ons auf meinen Computer aus?.

  • Der Filter für das siteübergreifende Skripting (XSS), der verhindern kann, dass Phishing- und betrügerische Websites versuchen, Ihre persönlichen Daten und Finanzdaten zu stehlen. Weitere Informationen finden Sie unter Wie kann mich Internet Explorer vor siteübergreifenden Skriptangriffen schützen?.

  • Eine sichere 128-Bit-Verbindung (SSL) für sichere Websites. Dadurch kann in Internet Explorer eine verschlüsselte Verbindung mit Websites von Banken, Onlineshops, medizinischen Websites oder anderen Organisationen hergestellt werden, die sensible Kundendaten verarbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter Erkennen, ob eine Onlinetransaktion sicher ist.

Weitere Informationen zum Schutz des Computers und Ihrer Daten, während Sie online sind, finden Sie auf der Website Microsoft Security oder der Microsoft Online Safety-Website.

Verwenden eines Standardbenutzerkontos

Wenn Sie sich am Computer anmelden, werden Ihnen von Windows in Abhängigkeit von Ihrem Benutzerkonto bestimmte Rechte gewährt. Drei Benutzerkontotypen werden unterschieden: Standard, Administrator und Gast.

Ein Administratorkonto ermöglicht zwar die vollständige Steuerung eines Computers, die Sicherheit des Computers kann jedoch durch die Verwendung eines Standardkontos verbessert werden. Bei Verwendung eines Standardkontos können andere Personen (oder Hacker), die Zugriff auf den Computer erhalten, während Sie angemeldet sind, weder Sicherheitseinstellungen des Computers manipulieren noch andere Benutzerkonten ändern. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Ihr Computerkonto nach der Anmeldung zu überprüfen:

Welche Schritte ausgeführt werden müssen, hängt davon ab, ob der Computer mit einer Domäne oder mit einer Arbeitsgruppe verbunden ist. Weitere Informationen finden Sie im Thema "So stellen Sie fest, ob sich Ihr Computer in einer Arbeitsgruppe oder in einer Domäne befindet" unter Was ist der Unterschied zwischen einer Domäne, einer Arbeitsgruppe und einer Heimnetzgruppe?.

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Der Computer gehört zu einer Domäne

  1. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort für Ihr Konto auf der Willkommensseite an.

    Willkommensseite
    Die Willkommensseite
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche StartSchaltfläche "Start", klicken Sie auf Systemsteuerung, dann auf Benutzerkonten, danach auf Benutzerkonten und anschließend auf Benutzerkonten verwalten, um "Benutzerkonten" zu öffnen. Administratorberechtigung erforderlich Wenn Sie aufgefordert werden, ein Administratorkennwort oder eine Bestätigung einzugeben, geben Sie das Kennwort bzw. die Bestätigung ein.

    Ihr Benutzername ist hervorgehoben; der Kontotyp wird in der Spalte Gruppe angezeigt.

    Aktuell angemeldete Benutzer unter "Benutzerkonten verwalten" in der Systemsteuerung
    Aktuell angemeldeter Benutzer und Kontotyp des Benutzers

Der Computer gehört zu einer Arbeitsgruppe

  1. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort für Ihr Konto auf der Willkommensseite an.

    Willkommensseite
    Die Willkommensseite
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche StartSchaltfläche "Start", klicken Sie auf Systemsteuerung, dann auf Benutzerkonten und Jugendschutz, danach auf Benutzerkonten und anschließend auf Benutzerkonten verwalten, um "Benutzerkonten" zu öffnen. Administratorberechtigung erforderlich Wenn Sie aufgefordert werden, ein Administratorkennwort oder eine Bestätigung einzugeben, geben Sie das Kennwort bzw. die Bestätigung ein.

    Der Kontotyp wird unter Ihrem Benutzernamen angezeigt.

    Aktuell angemeldete Benutzer unter "Benutzerkonten" in der Systemsteuerung
    Aktuell angemeldeter Benutzer und Kontotyp des Benutzers

    Ist für das Konto der Typ Administrator angegeben, sind Sie gerade als Administrator angemeldet.

Wenn Sie momentan ein Administratorkonto verwenden, finden Sie unter Ändern des Kontotyps eines Benutzers eine Beschreibung, wie Sie dieses Konto zu einem Standardkonto machen.

Weitere Informationen finden Sie unter Benutzerkonten: Häufig gestellte Fragen.

Tipps zur sicheren Verwendung von E-Mail und Internet

  • Lassen Sie beim Öffnen von E-Mail-Anlagen Vorsicht walten. E-Mail-Anlagen (an E-Mail-Nachrichten angefügte Dateien) gehören zu den primäre Virenquellen. Öffnen Sie niemals Anlagen von einem unbekannten Absender. Wenn Sie den Absender kennen, aber keine Anlage erwarten, sollten Sie sich vor dem Öffnen vergewissern, dass der Absender die Anlage tatsächlich gesendet hat.

  • Schützen Sie persönliche Informationen sorgfältig. Wenn auf einer Website die Eingabe einer Kreditkartennummer, von Bankinformationen oder anderen persönlichen Informationen verlangt wird, müssen Sie sicherstellen, dass Sie der Website vertrauen können und das Transaktionssystem sicher ist.

  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie auf Links in E-Mail-Nachrichten klicken. Hyperlinks (Links, die beim Klicken Websites öffnen) werden häufig bei Phishing- und Spywarebetrügereien verwendet, sie können jedoch auch Viren übertragen. Klicken Sie nur auf Links in vertrauenswürdigen E-Mail-Nachrichten.

  • Installieren Sie nur Add-Ons von vertrauenswürdigen Websites. Webbrowser-Add-Ons ermöglichen das Anzeigen von Symbolleisten, Börsentickern, Videos und Animationen auf Webseiten. Add-Ons können aber auch Spyware und andere Schadsoftware installieren. Wenn Sie auf einer Website zum Installieren eines Add-Ons aufgefordert werden, müssen Sie sich zunächst vergewissern, dass die Website vertrauenswürdig ist.