Optimieren von Windows für eine bessere Leistung



Ganz gleich, wie schnell und beeindruckend Computer sind, wenn sie neu sind – mit der Zeit scheinen sie alle langsamer zu werden. Der moderne PC, den Sie letztes Jahr gekauft haben, ist nicht mehr ganz so toll, wenn Sie ein Dutzend Programme sowie Antispyware- und Antivirentools installiert haben und unsägliche Mengen mehr oder weniger sinnvoller Downloads aus dem Internet bezogen haben. Die Verlangsamung kann so schleichend eintreten, dass Sie sie kaum bemerken, bis Sie eines Tages ein Programm starten oder eine Datei öffnen möchten und sich fragen: „Was ist nur mit meinem PC passiert?“

Ganz gleich, was die Ursache ist ... es gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Windows zu beschleunigen und die Leistung Ihres PCs zu verbessern – auch ohne ein Hardwareupgrade. Es folgen einige Tipps für die Optimierung der Leistung von Windows Vista.

Löschen Sie Programme, die Sie nie verwenden

Viele PC-Hersteller liefern neue Computer mit vorinstallierten Programmen aus, die Sie nicht bestellt haben und die Sie möglicherweise auch nicht haben wollen. Dabei handelt es sich häufig um Testversionen und eingeschränkte Versionen von Programmen, von denen Softwareunternehmen hoffen, dass Sie sie ausprobieren, nützlich finden und dann ein Upgrade auf eine Vollversion oder neuere Version erwerben. Wenn Sie diese nicht gewollte Software auf Ihrem Computer installiert lassen, kann dies den Computer verlangsamen, da sie wertvollen Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Prozessorleistung beansprucht.

Daher empfehlen wir, alle Programme deinstallieren, die Sie nicht verwenden. Dies betrifft sowohl vom Hersteller installierte Software als auch Software, die Sie selbst installiert haben – vor allem Dienstprogramme, die bei der Verwaltung und Optimierung der Hardware und Software Ihres Computers helfen sollen. Dienstprogramme wie Virenscanner, Datenträgerbereinigungs- und Sicherungstools werden oft automatisch beim Systemstart mitgestartet und arbeiten still und leise im Hintergrund, wo Sie sie nicht sehen. Viele Benutzer wissen gar nicht, dass sie ausgeführt werden.

Auch wenn Ihr PC älter ist, enthält er möglicherweise vom Hersteller installierte Programme, die Sie noch nie bemerkt oder inzwischen vergessen haben. Es ist nie zu spät, sie zu entfernen und so die Übersichtlichkeit zu verbessern und Systemressourcen freizugeben. Möglicherweise dachten Sie, dass Sie die Software eines Tages verwenden würden, haben es aber nie getan. Deinstallieren Sie sie, und überprüfen Sie, ob Ihr PC nun schneller ist.

Anweisungen finden Sie unter Deinstallieren oder Ändern von Programmen.

Begrenzen Sie, wie viele Programme beim Systemstart mitgestartet werden

Viele Programme sind so entworfen, dass sie beim Start von Windows automatisch mitgestartet werden. Softwarehersteller legen oft fest, dass ihre Programme für den Benutzer nicht sichtbar im Hintergrund gestartet werden, damit sie sofort geöffnet werden, wenn Sie auf das zugehörige Symbol klicken. Dies ist für Programme nützlich, die Sie häufig verwenden. Bei Programmen, die Sie selten oder nie verwenden, blockiert es jedoch wertvollen Arbeitsspeicher und verlangsamt den Start von Windows.

Legen Sie selbst für jedes Programm fest, ob es beim Systemstart mitgestartet werden soll.

Aber woher wissen Sie, welche Programme beim Systemstart automatisch mitgestartet werden? Manchmal ist dies offensichtlich, da für das Programme ein Symbol im Infobereich auf der Taskleiste hinzugefügt wird. Sehen Sie dort nach, ob Programme ausgeführt werden, für die Sie keinen automatischen Start wünschen. Halten Sie den Mauszeiger über die einzelnen Symbole, um die Programmnamen anzuzeigen. Klicken Sie auch auf die Schaltfläche "Ausgeblendete Symbole einblenden", damit Sie keine Symbole übersehen.

Schaltfläche "Ausgeblendete Symbole einblenden"
Schaltfläche "Ausgeblendete Symbole einblenden" im Infobereich

Auch nach dem Überprüfen des Infobereichs ist es möglich, dass Sie noch einige Programme übersehen haben, die beim Systemstart automatisch mitgestartet werden. Sie können diese mithilfe von Windows Defender suchen und deaktivieren.

Bildschirm "Software-Explorer" in Windows Defender
Auf dem Bildschirm "Software-Explorer" in Windows Defender wird angezeigt, welche Programme beim Start von Windows automatisch gestartet werden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Programm beim Systemstart automatisch gestartet werden sollte, können Sie es versuchsweise deaktivieren, den Computer neu starten und das Programm dann verwenden. Wenn dies zu Problemen mit dem Programm führt, können Sie seinen automatischen Start wieder aktivieren.

Anweisungen zur Verwendung von Windows Defender zum Überprüfen auf automatisch gestartete Programme finden Sie unter Verhindern der automatischen Ausführung eines Programms beim Starten von Windows.

Hinweis

  • Einige Benutzer ziehen es vor, die beim Systemstart mitgestarteten Programme mithilfe des Systemkonfigurationstools zu verwalten. Weitere Informationen finden Sie unter Starten der Systemkonfiguration.

Defragmentieren Sie die Festplatte

Eine fragmentierte Festplatte verursacht zusätzlichen Aufwand, der die Leistung des Computers beeinträchtigen kann. Durch die Defragmentierung werden fragmentierte Daten neu angeordnet, sodass eine effizientere Verwendung der Festplatte möglich ist. Die Defragmentierung wird nach einem Zeitplan ausgeführt, Sie können die Festplatte aber auch manuell defragmentieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Verbessern der Leistung durch Defragmentieren der Festplatte.

Bereinigen Sie die Festplatte

Wenn Sie die Anzahl unnötiger Dateien auf der Festplatte reduzieren möchten, um Speicherplatz freizugeben und die Leistung des Computers zu verbessern, sollten Sie die Datenträgerbereinigung verwenden. Hierdurch werden temporäre Dateien entfernt, der Papierkorb geleert und eine Vielzahl von Systemdateien und anderen Elementen entfernt, die Sie nicht mehr benötigen. Schrittweise Anweisungen hierfür finden Sie unter Löschen von Dateien mithilfe der Datenträgerbereinigung.

Führen Sie weniger Programme gleichzeitig aus

Manchmal kann eine Änderung Ihrer Arbeitsweise große Auswirkungen auf die Leistung Ihres PCs haben. Wenn Sie die Art von Computerbenutzer sind, der gern acht Programme und ein Dutzend Browserfenster zugleich geöffnet hat und sich gleichzeitig Sofortnachrichten mit Freunden sendet, sollten Sie nicht überrascht sein, wenn Ihr PC in die Knie geht. Auch viele E-Mail-Nachrichten gleichzeitig zu öffnen, kann Arbeitsspeicher verbrauchen.

Wenn Sie feststellen, dass Ihr PC langsamer wird, fragen Sie sich, ob Sie wirklich alle Ihre Programme gleichzeitig ausführen und Fenster geöffnet lassen müssen. Finden Sie einen besseren Weg, das Antworten auf E-Mail-Nachrichten nicht zu vergessen, als sie alle gleichzeitig zu öffnen.

Deaktivieren Sie visuelle Effekte

Sie können die Ausführung von Windows beschleunigen, indem Sie einige der visuellen Effekte deaktivieren. Letztendlich müssen Sie sich entscheiden zwischen Aussehen und Leistung. Ist es Ihnen wichtiger, dass Windows schnell ausgeführt wird oder gut aussieht? Ist Ihr PC schnell genug, müssen Sie keinen Kompromiss eingehen, aber wenn Ihr Computer gerade leistungsstark genug für Windows Vista ist, kann es sinnvoll sein, auf visuelle Finessen zu verzichten.

Sie können nacheinander auswählen, welche visuellen Effekte Sie deaktivieren möchten, oder Sie können mit Windows gleich eine ganze Gruppe auswählen. Sie können 20 visuelle Effekte steuern, z. B. das transparente Glasdesign, die Darstellung beim Öffnen und Schließen von Menüs und die Anzeige von Schatten.

Dialogfeld "Leistungsoptionen"
Im Dialogfeld "Leistungsoptionen" können Sie bis zu 20 visuelle Effekte aktivieren oder deaktivieren

So passen Sie alle visuellen Effekte an und optimieren die Leistung Ihres PCs

  1. Öffnen Sie Leistungsbewertung und -tools, indem Sie auf die Schaltfläche StartSchaltfläche "Start" klicken, auf Systemsteuerung klicken, auf System und Wartung klicken und dann auf Leistungsbewertung und -tools klicken.

  2. Klicken Sie auf Visuelle Effekte anpassen. Administratorberechtigung erforderlich Wenn Sie aufgefordert werden, ein Administratorkennwort oder eine Bestätigung einzugeben, geben Sie das Kennwort bzw. die Bestätigung ein.

  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Visuelle Effekte, klicken Sie auf Für optimale Leistung anpassen, und klicken Sie dann auf OK. (Eine andere Möglichkeit ist die Option Optimale Einstellung automatisch auswählen.)

Starten Sie den Computer regelmäßig neu

Dieser Tipp ist ganz einfach. Starten Sie Ihren PC mindestens einmal wöchentlich neu, vor allem, wenn Sie ihn oft verwenden. Einen PC neu zu starten ist ein gutes Verfahren, um Arbeitsspeicher freizugeben und sicherzustellen, dass unnötige Prozesse und Dienste, die gestartet wurden, heruntergefahren werden.

Beim Neustart wird die gesamte auf dem PC ausgeführte Software beendet. Dazu gehören nicht nur die Programme, die in der Taskleiste angezeigt werden, sondern auch Dutzende von Diensten, die möglicherweise von unterschiedlichen Programmen gestartet und nicht beendet wurden. Durch einen Neustart lassen sich manche Leistungsprobleme beheben, deren genaue Ursache nur schwer zu benennen ist.

Wenn Sie so viele Programme, E-Mail-Nachrichten und Websites geöffnet haben, dass Sie einen Neustart für zu aufwändig halten, ist das ein meist ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie den PC neu starten sollten. Je mehr Dateien und Programme Sie geöffnet haben und je länger diese schon ausgeführt werden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der PC überlastet ist und schließlich nicht mehr über genügend Arbeitsspeicher verfügt.

Erweitern Sie den Arbeitsspeicher

Dies ist kein Leitfaden zum Kauf von Hardware, um Ihren Computer zu beschleunigen. Aber keine Diskussion darüber, wie die Ausführung von Windows beschleunigt werden kann, wäre vollständig ohne die Erwähnung, dass das Hinzufügen weiteren Arbeitsspeichers in Betracht gezogen werden sollte.

Wenn ein Computer unter Windows Vista zu langsam arbeitet, liegt dies meist daran, dass der PC nicht über ausreichend Arbeitsspeicher verfügt. Arbeitsspeicher hinzuzufügen, ist die sicherste Art, die Leistungsfähigkeit des Computers zu verbessern.

Windows Vista kann auf einem PC mit 512 MB Arbeitsspeicher (RAM) ausgeführt werden, besser ist jedoch 1 GB. Die optimale Leistung erhalten Sie ab 2 GB.

Wenn Sie sich die Mühe machen, das Gehäuse Ihres PCs aufzuschrauben, um Arbeitsspeicher hinzuzufügen, können Sie ihn auch gleich auf mindestens 2 GB erweitern. Vor allem, wenn Sie zu den Menschen gehören, die ein Dutzend E-Mail-Nachrichten, zehn Browserfenster und sechs andere Programme zugleich geöffnet haben und gleichzeitig Sofortnachrichten senden.

Sie haben auch die Option, den Arbeitsspeicher mit Windows ReadyBoost zu vergrößern. Mit diesem Feature können Sie den Speicherplatz auf Wechselmediengeräten wie USB-Flashlaufwerken dazu nutzen, die Geschwindigkeit des Computers zu verbessern. Es ist leichter, ein Flashlaufwerk in einen USB-Anschluss zu stecken, als das PC-Gehäuse aufzuschrauben und Arbeitsspeichermodule in die Hauptplatine zu stecken. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Arbeitsspeicher des Speichergeräts zum Erhöhen der Geschwindigkeit des Computers.

Überprüfen Sie den Computer auf Viren und Spyware

Wenn Ihr PC sehr langsam arbeitet, besteht die Gefahr, dass er mit einem Virus oder mit Spyware infiziert ist. Dieses Problem tritt zwar seltener auf als andere, sollte aber trotzdem in Betracht gezogen werden. Überprüfen Sie in diesem Fall den PC mithilfe von Antispyware- und Antivirenprogrammen.

Häufig verursacht ein Virus eine deutlich geringere Computerleistung. Andere Anzeichen sind unerwartete Popupmeldungen auf dem PC, automatisch gestartete Programme oder ein ständiges Aktivitätsgeräusch der Festplatte.

Als Spyware werden Programme bezeichnet, die (im Allgemeinen ohne Ihr Wissen) installiert werden, um Ihre Aktivitäten im Internet zu überwachen. Sie können den Computer mit Windows Defender oder anderen Antispywareprogrammen auf Spyware überprüfen. Weitere Informationen finden Sie unter Erkennen eines mit Spyware infizierten Computers.

Der beste Umgang mit Viren besteht darin, ihr Eindringen zu verhindern. Führen Sie immer eine Antivirensoftware aus, und halten Sie sie auf dem neuesten Stand. Trotz aller oben genannten Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass Ihr PC infiziert wird. Weitere Informationen finden Sie unter Wie kann ich feststellen, dass mein Computer mit einem Virus infiziert ist?

Ermitteln der Geschwindigkeit des Computers

Wenn Sie diese Tipps befolgen und Ihr Computer trotzdem zu langsam ist, benötigen Sie möglicherweise einen neuen PC oder Hardwareupgrades wie eine neue Festplatte, eine schnellere Grafikkarte oder mehr Arbeitsspeicher. Sie können die Geschwindigkeit Ihres Computers leicht ermitteln. Windows bietet eine Möglichkeit, die Geschwindigkeit Ihres PCs zu überprüfen und zu bewerten. Das entsprechende Tool ist der Windows-Leistungsindex.

Beim Ermitteln des Windows-Leistungsindex des Computers werden fünf wichtige Komponenten bewertet. Jede Komponente erhält eine Teilbewertung in Form einer Zahl. Außerdem wird eine Gesamtbewertung ermittelt. Die Gesamtbewertung ist jedoch nur so gut wie die Teilbewertung der Komponente mit der schlechtesten Leistung.

Die möglichen Gesambewertungen reichen von 1 bis 5,9. (Es gibt bisher keine Bewertung von 6,0 oder höher; Microsoft plant jedoch, in Zukunft auch höhere Bewertungen einzuführen, wenn bessere Hardware verfügbar wird.) Ist die Bewertung Ihres PCs niedriger als 2 oder 3, sollten Sie möglicherweise die Anschaffung eines neuen PCs in Betracht ziehen, je nachdem, welche Aufgaben Sie mit dem Computer erledigen möchten.

Weitere Informationen finden Sie unter Was ist der Windows-Leistungsindex?.

Deaktivieren Sie nicht benötigte Dienste

Dieser Tipp richtet sich an fortgeschrittene Benutzer. Wenn Ihnen dieser Tipp zu schwierig ist, können Sie ihn überspringen.

Unter Windows werden über 100 Dienste im Hintergrund ausgeführt. Beispiele sind NAP-Agent (Network Access Protection) und die Shellhardwareerkennung. Diese Dienste werden im Allgemeinen beim Hochfahren des Computers gestartet und bis zum Herunterfahren ausgeführt. Einige sichere Microsoft-Dienste können nicht deaktiviert werden, die meisten anderen jedoch schon. Außerdem werden mit den Programmen vieler Softwareunternehmen eigene Dienste installiert. Einige davon können Sie deaktivieren, um Arbeitsspeicher und Prozessorleistung zu reduzieren.

Sie sollten einen Dienst nur deaktivieren, wenn Sie seine Aufgabe verstehen und sicher sind, dass Sie ihn nicht brauchen. Eine Erläuterung der Aufgaben der vielen Dienste in Windows würde den Rahmen dieses Artikels sprengen; auf zahlreichen Websites stehen jedoch umfangreiche Informationen zu diesem Thema zur Verfügung.

Eine Übersicht von Microsoft können Sie als Microsoft Word-Dokument von der Microsoft Services für Windows Vista herunterladen.

Geben Sie sich nicht mit Langsamkeit zufrieden

Noch mehr Tipps finden Sie unter Möglichkeiten zur Leistungssteigerung des Computers.